Konzeption

Das Benchmarking Abwasser Bayern (BAB) geht 2019 in die 7. Projektrunde. Es bietet den bayerischen Abwasserentsorgern die Möglichkeit, sich regelmäßig auf freiwilliger und anonymer Basis mit anderen Unternehmen zu vergleichen und dadurch die eigene Leistungserbringung einzuordnen sowie gezielt zu verbessern. Mit den veröffentlichten Sachergebnissen stärkt das Projekt seit 2007 die Stellung der kommunalen Leistungserbringung und liefert jedem teilnehmenden Unternehmen darüber hinaus wertvolle Impulse zur nachhaltigen Entwicklung.

Projektziele

Vorrangiges Ziel ist es, jedes Unternehmen bei der nachhaltigen Entwicklung und Sicherstellung einer hohen Qualität der Abwasserentsorgung zu unterstützen

  • durch eine objektive Standortbestimmung unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen
  • durch Abweichungsanalysen von Vergleichswerten
  • durch Hinweise zur weiteren betrieblichen Verbesserung


Darüber hinaus leistet jeder teilnehmende Abwasserbetrieb einen wichtigen Beitrag

  • zum Leistungsnachweis der kommunalen Entsorgungsstruktur
  • zur Modernisierung der kommunalen Siedlungswasserwirtschaft
  • zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess der bayerischen Abwasserentsorgung


Projektkonzept

Das Einstiegsmodul

  • Für Unternehmen, die weniger als 30.000 Einwohnerwerte (EW) entsorgen.
  • Ausgewertet werden die 21 Branchenkennzahlen der DWA, dafür sind ca. 40 Eingabewerte notwendig. Bereits mit der vollumfänglichen Teilnahme am Einstiegsmodul werden die benchmarkingbezogenen Förderbedingungen nach RZWas erfüllt.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Einstiegsmodul nur technikbezogen zu nutzen, d. h. ohne die Beantwortung kaufmännischer Fragen. Dadurch reduzieren sich die Eingabewerte auf ca. 30.
  • Es erfolgt eine individuelle Auswertung für eine qualifizierte Standortbestimmung. Die Teilnahme an Projektsitzungen ist optional. Anonymisierte Ergebnisse fließen in den öffentlichen Ergebnisbericht ein.
  • Die Teilnahme daran ist unentgeltlich. Der Teilnahmebetrag wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz übernommen.


Das Standardmodul

  • Für alle Unternehmensgrößen geeignet. Auf Basis einer breiten Datengrundlage werden die Prozesse im Unternehmen detailliert überprüft.
  • Bei ca. 120 Eingabewerten ist u. a. eine Unterscheidung in Abwasserableitung und -behandlung sowie die unterstützenden Prozesse möglich. Auch hier werden alle DWA-Branchenkennzahlen abgedeckt.
  • Projektsitzungen und individuelle Auswertung für eine qualifizierte Standortbestimmung sind ein fester Bestandteil. Anonymisierte Ergebnisse fließen in den öffentlichen Ergebnisbericht ein.
  • Die Kosten für das Standardmodul sind größenabhängig gestaffelt. Jedes teilnehmende Unternehmen erhält dabei durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz einen Zuschuss zwischen 500 € und 700 €.