Konzeption

Das seit 2007 erfolgreiche Benchmarking Abwasser Bayern geht 2017 in die 6. Projektrunde. Das Projekt bietet den bayerischen Abwasserentsorgern die Möglichkeit, sich regelmäßig auf freiwilliger und anonymer Basis mit anderen Unternehmen zu vergleichen und dadurch die eigene Leistungserbringung einzuordnen und gezielt zu verbessern. Zudem trägt das Projekt bereits seit Jahren wesentlich dazu bei, dass in der Diskussion um Vorteile und Zweckmäßigkeit der kommunalen Leistungserbringung und deren Modernisierung transparent und versachlicht argumentiert werden kann.

Projektziel

Jeder am Projekt teilnehmende Abwasserbetrieb leistet einen wichtigen Beitrag

  • zur Sicherung der eigenen Qualität in der Abwasserentsorgung,
  • zum Leistungsnachweis der kommunalen Entsorgungsstruktur,
  • zur Modernisierung der kommunalen Siedlungswasserwirtschaft und
  • zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess der bayerischen Abwasserentsorgung.


Das weiterentwickelte Projektkonzept

Das aktuelle Projektkonzept greift die Hinweise der bayerischen Kommunen/Kommunalunternehmen und die Erfahrungen der letzten Projektrunden auf. Die kleineren Einrichtungen werden dadurch bei der Datenerhebung deutlich entlastet. Mit dem modularen Aufbau und einem online-basierten Datenaustausch wird eine unbürokratische Teilnahme ermöglicht, zum Beispiel auch auf die rein technischen Aspekte fokussiert. Weiterhin werden die aktuellen Entwicklungen der DWA-Regelwerksarbeit zum deutschlandweiten Benchmarking in der Siedlungswasserwirtschaft aufgenommen. So können die Abwasserentsorger zwischen dem „neuen“ Einstiegs- oder dem „bewährten“ Standardmodul auswählen. In beiden Fällen werden grundsätzlich die fünf Leistungsmerkmale der Abwasserentsorgung beschrieben.



Das Einstiegsmodul

  • Für Unternehmen, die weniger als 30.000 EW entsorgen.
  • Ausgewertet werden die 21 Branchenkennzahlen der DWA, dafür sind ca. 35 Eingabewerte notwendig.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Einstiegsmodul nur technikbezogen zu nutzen, d. h. ohne die Beantwortung kaufmännischer Fragen. Dadurch reduzieren sich die Eingabewerte auf ca. 25. Diese reduzierte Teilnahme ist dann allerdings keine Benchmarking-Teilnahme im Sinne der Förderbedingungen nach RZWas.
  • Individuelle Auswertung für eine qualifizierte Standortbestimmung. Die Teilnahme an Projektsitzungen ist optional. Verallgemeinerte Ergebnisse fließen in den öffentlichen Projektbericht ein.


Das Standardmodul

  • Etabliert und mit breiter Datengrundlage für alle Abwasserentsorger, die ihre Prozesse detailliert überprüfen wollen.
  • Bei ca. 120 Eingabewerten ist u. a. eine Unterscheidung in Abwasserableitung und -behandlung sowie die unterstützenden Prozesse möglich. Auch hier werden alle DWA-Branchenkennzahlen abgedeckt.
  • Projektsitzungen und individuelle Auswertung für eine qualifizierte Standortbestimmung sind ein fester Bestandteil. Verallgemeinerte Ergebnisse fließen in den öffentlichen Projektbericht ein.

Gewinnmöglichkeit: Für die 2017 beginnende 6. Projektrunde stiftet die „Initiative pro Kanal“ erstmals einen Preis, der über ein Losverfahren vergeben wird. Hierbei nehmen die Teilnehmer an der
6. Projektrunde am Losverfahren teil. Die Preisvergabe wird dann auf der Abschlussver-anstaltung vorge-nommen.